Drachenherrschaft Kapitel 6

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Minako war immer noch damit beschäftigt, Weißers Fußspuren zu folgen. Doch nach ca. 20 minütigem Hinterher laufen hatte sie den Kampfplatz erreicht und sah dem Schauspiel interessiert zu. Sie hatte Angst um Weißer, schließlich kannte sie Archfiends Kraft, aber nicht die von Weißer. Schnell wurde ihr klar, wer bei diesem Kampf im Vorteil war und das gefiel ihr anscheinend sehr gut, denn sie grinste von einem Ohr zum anderen, als sie merkte, das Weißer Archfiend fertig machte. Weißer biss kräftig zu und Archfiend schrie häufig auf, aber teilte auch ziemlich gut aus. Archfiend merkte schnell, dass er im Nachteil war und überlegte sich, was er wohl tun könnte, um dies wieder auszugleichen und es fiel ihm sogar etwas ein. Es war ziemlich riskant, aber die einzige Chance, die er noch hatte, also entschloss er sich, diese auch einzusetzen. Er hatte sich überlegt, seine unempfindlichen Dornen an seinem Schwanzende zu benutzen um Weißer kurzzeitig baff werden zu lassen. Wenn er Pech hatte, würden alle 4 Dornen abbrechen, hatte er Glück nur 2, nämlich die auf der Seite, mit der er zuschlagen würde. Es war seine letzte Chance, denn so langsam verschwand die Wärme aus seinem Körper und er würde bald ziemlich träge werden. Dann wäre es Weißer ein leichtes ihn fertig zu machen und das konnte und wollte Archfiend nicht zulassen. Das einzige Problem, welches Archfiend noch hatte, war die Tatsache, dass sein Schwanzansatz ziemlich kräftig und schwer war, aber er musste vom Ansatz aus seinen Schwanz gegen seinen Gegner schleudern, damit die Stacheln auch weh taten. Also holte er während des Kampfes, unbemerkt, Schwung und das eine ganze Weile lang und seinen Schwanz, mit gewaltigem Kraftaufwand, in Richtung Weißer schwang. Dieser wurde ziemlich hart am Hals getroffen, von den Spitzen Stacheln, von denen 2 sofort zerbrachen. Weißer schrie auf und löste seine „Umarmung“ in der er Archfiend gefangen gehalten hatte. Dieser nahm mit seinem ganzen Körper Schwung und schuppste seinen Gegner um, so das dieser, scheinbar hilflos und verwirrt, auf dem Rücken lag. Schnell machte Archfiend ein paar Schritte zurück und sprang hoch in die Luft. Mit seinen Flügeln gelangte er noch ein wenig höher und dann lies er sich in Richtung Weißer zu Boden fallen, wie ein Falke und wollte damit seinen Gegner regelrecht zerquetschen, schließlich war er um einiges schwerer als der Weiße. Doch Weißer machte ihm einen Strich durch die Rechnung, denn anders, als Archfiend es erwartet hatte, war er schon wieder klar im Kopf und spie ihm eine Ladung Eisatem entgegen, durch die Archfiend komplett in einen Eisblock gehüllt wurde und wie ein Stein zu Boden fiel. Allerdings kam er vor Weißer auf und wurde, zu seinem Glück, durch den Aufprall wieder aus dem Eis befreit, welches nämlich in tausend Stücke zersprang. Doch das alles, der Kampf und dann auch noch das gefangen sein in dem Eis, hatten Archfiends Körpertemperatur enorm gesenkt. Er stand auf und blieb fas steif stehen und konnte kaum mehr sprechen. „Tja“, meinte Weißer nur, „darauf warst du nicht vorbereitet, sonst hättest du meinen Eisstrahl sicher mit einem Feuerstrahl neutralisiert. Sieh´ es ein, du hast gegen mich keine Chance du bist ja schon fast so unbeweglich wie ein Stock.“, bei diesen Worten musste Weißer lachen und auch Minako, die sich hinter einem Busch versteckt hatte und alles mit ansah, kicherte leise, nicht weil sie verstand was der Drache sagte, sondern weil sie den kläglichen Anblick von Archfiend einfach nur komisch fand. In Archfiend stieg mal wieder Wut auf und er lies einen leichten Feuerstrahl über seinen Körper hinweg ziehen, der ihn etwas erwärmte und er wiederholte dies einige mal, bis sein Körper wieder einen angenehme Temperatur hatte. Dann kam ihm eine neue Idee und er blies Weißer grinsend einen riesigen Feuerstrahl entgegen, welcher dafür sorgte, dass sich die Haut des Weißen erneut rot färbte. Sofort sprang Archfiend auf ihn zu und biss ihm in den Hals, denn, wie er richtig vermutete hatte, bewirkte das Feuer bei Weißer das gleiche, wie das Eis bei ihm, es veränderte die Körpertemperatur, allerdings wurde sie bei Weißer durch das Feuer erhöht und nicht verringert. Archfiend hatte sich in dem Hals seines Gegners verbissen und wollte scheinbar nie wieder los lassen. Weißer schrie auf, aber er konnte den kräftigen Drachen nicht von sich lösen und es schien, als hätte sich das Blatt zu Archfiends Gunsten gewendet. Nun machte Archfiends Zähnen auch die Kälte von Weißers Körper nichts mehr aus, weil sie sich, durch das langsame abkühlen des erst warmen Halses, daran gewöhnt hatten. Weißer kämpfte mit allen ihm zu Verfügung stehenden Mitteln, aber nichts half und er konnte sein Eis nicht auf Archfiend speien, da dieser so an seinem Hals hing, dass er den Kopf nicht passend drehen konnte um ihn zu treffen. Sein Schicksal schien besiegelt.

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