Nazra

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Nazra
Bedeutung: Nazra (Rasse)
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Nazra

Die Nazra sind eine durch die Zra künstlich erschaffene Spezies und gehören aus biologischer Sicht zu den wechselwarmen (poikilothermen) Wirbeltieren. Auffällig sind die helle Haut, die nach unten abstehenden Spitzohren und besonders grosse, rote Pupillen. Ihre wissenschaftliche Bezeichnung lautet Homo Luminis (lat. leuchtende Menschen; der Begriff stammt aus der Zeit des ersten Kontakts).


Inhaltsverzeichnis

Ursprung und Lebensraum

Weibliche Nazra (Taya)
Weibliche Nazra (Taya)

Anders als die meisten Lebewesen haben die Nazra zunächst keine Evolution durchlaufen sondern wurden von den Zra als künstliche Spezies erschaffen. Entsprechend haben sie keine biologischen Verwandten und können nicht nach in den Artenstammbaum eingeordnet werden. Warum sie trotz der gewaltigen biologischen Unterschiede äusserst menschlich aussehen, ist nicht erwiesen. Die halbwegs anerkannte Matthëus-Theorie vermutet jedoch, dass Menschen den Nazra ähnlich sehen und nicht umgekehrt.

Vor rund 65 mio. Jahren schufen die Zra einen Lebensraum für die Nazra. Dabei wurde eine Art von Terraforming eingesetzt, wobei zwei seperate Lebensräume geschaffen wurden: Die uns bekannte Oberfläche, genannt Aussenwelt, und eine Hohlkugel im inneren des Planeten, die Innenwelt Ancyria. Während der Umformung waren die Lebensbedingungen auf der Oberfläche nicht mehr gegeben, so dass es zum tragischen Aussterben der Dinosaurier kam.

Aufgrund ihres technologisch hohen Niveaus sind die Nazra nicht an einen festen Lebensraum gebunden. Sie stellen dies unter Beweis, indem sie nach dem grossen Menschenkonflikt (zur Zeit des irdischen Mittelalters) die Erde verlassen, um eine neue Heimatwelt zu suchen. Diese Zeitepoche wird Arkorium genannt und dauert rund 2'200 Jahre, was die künstliche Umgebung der Archen zu einem weiteren Lebensraum der Nazra macht. Schliesslich siedeln sie auf den Planeten Nazra'ni über, wo sie sich in einem gemässigten Gebiet niederlassen.

  • Detailartikel: Ark

Gesellschaft

Nazra sind ein genügsames und sozial starkes Volk, das sich als grosse Gemeinschaft betrachtet und entsprechend handelt. Sie sind leidenschaftliche Forscher, besuchen am liebsten öffentliche Badehäuser und diskutieren dort stundenlang über Gott und die Welt. Feinden begegnen sie mit grösstem Verständnis, Hilfsbereitschaft und einer Naivität, die für andere Rassen kaum nachvollziehbar ist.

Ihre Gesellschaft orientiert sich stark an der Wissenschaft, legt aber auch viel Wert auf Tradition und Kultur. Sie kennt keine Arbeitslosigkeit, keine Obdachlosigkeit und ist zutiefst demokratisch organisiert. Harmonie spielt eine wichtige Rolle, denn die Stimmung jedes einzelnen wirkt sich auf alle anderen aus.

Kunst

Nazranische Kunst ist kurzlebig und ständigen Veränderungen unterworfen. Dies rührt von der Tatsache her, dass die Bindung zur Kunst bei den Nazra immer auch eine Bindung zum eigentlichen Künstler ist und der dargebotene Inhalt (wie etwa Musik) nicht konsumiert wird. Obwohl die technischen Möglichkeiten für exakte Bild- und Tonaufnahmen ohne weiteres verfügbar wären, werden diese nicht genutzt.

Architektur

Illustration eines Et'ako
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Illustration eines Et'ako

Die nazranische Architektur weist einen praktischen, mit kurvenreichen Formen kombinierten Charakter auf. Ihre Gebäude sind zwanglos elegant und im Inneren simpel und praktisch organisiert. Sie wird gerne im Einklang mit der Natur gebaut und ist daher selbst beinahe farblos weiss. Besonders hervorstechend sind die Et'ako genannten Türme, die als Energiezentren in jeder Stadt zu finden sind.

Gedankennetzwerk

Wenn viele Nazra in naher Umgebung zusammenleben, bilden sie im Unterbewusstsein ein Gedankennetzwerk, das Set-tao. Diese Verbindung vermittelt Gefühle und Stimmungen innerhalb der Gruppe, in grösseren Aglomerationen werden sogar Wissen und Erfahrung verbreitet. Das Set-tao wird auch als demokratisches Instrument bei wichtigen Abstimmungen eingesetzt.

Energiehaushalt

Nazranische Kristallenergie wird aus der seltenen Yer'is-Strahlung gewonnen, die in der Natur kaum anzutreffen ist. Innerhalb von Ancyria und später auf Nazra'ni wird dieser Bedarf durch die dort installierten Sonne gedeckt, dies gilt jedoch nicht für das Arkorium. Während dieser Zeit reisen sie auf sechs Archen durch den Weltraum und sind dabei auf die mitgebrachten Energievorräte angewiesen.

Sprache

Alle Nazra sprechen eine einheitliche Sprache ohne Dialekte. Ursprünglich fand diese Kommunikation fast ausschliesslich auf dem telepathischen Kanal statt, heutzutage werden überwiegend gesprochenen Worte verwendet. Diese Entwicklung ist auf das Nazra'yo zurückzuführen, eine Schriftsprache, die immer mehr Einzug in ihre Alltagswelt findet. Ursprünglich wurde sie als Maschinensprache zur Kommunikation mit verschiedenen Geräten entwickelt, aber seit man sie als Stilmittel und Ausdrucksweg entdeckt hat, wird sie auch im sozialen Bereich weiterentwickelt.

Kleidung und Schmuck

Nazra tragen fast nur weite Sachen wie z.B. gewickelte Tücher, Röcke oder Kimono-ähnliche Kleider. Je nach Geschmack werden dabei 1 bis 3 Kleidungsschichten stufenartig übereinander getragen und mit Stoffbändern umwickelt. Unterwäsche tragen sie nicht. Am weitesten verbreitet sind Sandalen-ähnliche Schnürschuhe, in den kälteren Regionen werden aber auch Fellstiefel getragen.

Schmuck wird von Norume und Tayame gleichermassen getragen, nicht aber von Etaime. Dabei handelt es sich grösstenteils um Halsketten und filigrane Schmuckkettchen, die um das Hand- oder Fussgelenk getragen werden. Auch Bauchketten in Kombination mit bauchfreier Kleidung sind sehr beliebt. Hals- und Bauchketten werden manchmal zusätzlich mit einem Anhänger (z.B. kristallisierte Blumenblüten) dekoriert.

Preise und Währungen

Nazra'yo: "Der Preis beträgt n140 Kyo"
Nazra'yo: "Der Preis beträgt n140 Kyo"

Die Nazra verfügen über 2 verschiedene Währungen: Kyo und Tai. Der Kyo wird staatlich kontrolliert und gleichermassen der gesamten Bevölkerung ausgeteilt. Er wird für Grundbedürfnisse wie Lebensmittel, Wohnungen, Lehrmittel oder einfache Kleidung und Möbel eingesetzt. Auch das Gesundheitswesen wird mit dem Kyo finanziert.

Der Tai hingegen ist für Luxusgüter zuständig und muss durch Extraleistungen wie Abschlüsse, wohltätige Einsätze oder Durchbrüche in der Forschung verdient werden. Diese Aufteilung sorgt für eine gesunde Wirtschaft, ein lückenfreies Sozialnetz und verhindert eine Kluft zwischen Arm und Reich.

Volksfeste

Es gibt in der nazranischen Kultur eine Reihe von Volksfesten, von denen die meisten einem Naturereignis gewidmet sind. Das alljährliche Regenfest Ju'soi etwa beginnt traditionell mit dem ersten Regenschauer nach der Dürrephase in der Jahresmitte. Generell feiern sie lieber im grossen Rahmen - statt individueller Geburtstage feiern sie ein jährliches Familienfest und dazu (ebenfalls jährlich) den Fortbestand der gesamten Rasse.

Sklaven

Nazra sind denkbar ungeeignet als Sklaven, da sie mit Drohungen oder Gewaltanwendung kaum zu beeindrucken sind. Sie fürchten den Tod nicht und nehmen Schmerzen in einer weniger intensiven Form wahr als andere Rassen. Nazra, die sich in einer entsprechenden Situation befinden, vom Set-tao getrennt sind und keinen Grund zur Hoffnung mehr haben, tendieren zum rituellen Selbstmord.

Bekannt ist jedoch das Prinzip der Lebensschuld. Es besagt, dass wer einer lebensbedrohlichen Situation mit Hilfe eines Anderen entkommt, er demjenigen gegenüber verpflichtet ist. Dies kommt Sklaverei gleich, die Lebensschuld ist jedoch nicht persönlich übertragbar. Ausserdem muss der Betroffene seine Schuld aktiv antreten (was aufgrund der nazranischen Lebensphilosophie jedoch kaum ein Problem darstellt). Ein späterer Rücktritt ist jedoch nicht möglich; nur der Schuldner kann die Schuld erlassen.

Zeitrechnung

Die Einteilung der Jahre in grössere Einheiten wurde von den Zra übernommen. Eine solche Angabe erfolgt in drei Teilen: Epoche, Zeitalter und Periode. Für die im Alltag gebräuchliche Zeitrechnung hat ein Jahr 6 Monate, ein Monat 36 Tage und jeder Tag 6 Stunden. Eine Stunde wird in 216 Minuten und eine Minute in 36 Sekunden unterteilt.

  • Der Epoche ist eine fortlaufende Zahl ohne natürlichen Bezugspunkt. Eine Epoche dauert 46'656 Jahre nach nazranischer Zeitrechnung, bzw. ungefähr 21'600 Jahre nach menschlicher Zeitechnung. In historischen Dokumenten wird statt "Epoche" auch der Begriff "Jahrestag" verwendet.
  • Das Zeitalter bezeichnet die Entwicklungsstufe (0 bis 36) innerhalb des Universums.
  • Die Periode ist der zyklische Durchlauf (momentan der 28.) des Universums.

Der erste Kontakt wird z.B. datiert als 15. Febron der 9'385. Epoche des dritten Zeitalters in der 28. Periode oder abgekürzt: 15.2.9'385.3.28.


Biologie

Nazra-Auge (illustriert)
Nazra-Auge (illustriert)

Körperbau und Aussehen

Nazra werden zwischen 220 bis 275 cm gross und sind schlank bis grazil gebaut. Auffällig sind die spitzen, im entspannten Zustand leicht nach unten geneigten Ohren und die kleine, ebenfalls spitze Nase. Ihre Augen sind etwas grösser und werden von übergrossen, roten Pupillen dominiert. Als Haarfarben sieht man hauptsächlich braun, grau, grünblau, hellblau, hellgrün, rot und schwarz, andere Farben sind möglich, aber selten.

Das lange, normalerweise offen getragene Haar der Nazra, wächst im Laufe der Jahre zusammen und verblasst dabei - im Endstadium bildet es eine hellgraue Kapuze. Bei jungen Nazra ist das Haar hingegen äusserst fein, im Babystadium sogar flauschig. Der Grossteil der Bevölkerung trägt sein Haar schulter- bis hüftlang.

Ein durchschnittlicher Nazra ist so stark wie ein 12-jähriger Menschenjunge. Die fehlende Kraft machen sie mit ihren besonderen Fähigkeiten wett, welche von ihrer geistigen Kraft abhängen. Normalerweise trägt jeder Nazra einen Ya (verzierter Holzstab) in der rechten Hand.

Sinnesorgane

Farbspektrum der Nazra (coloriert) und Menschen (schwarz)
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Farbspektrum der Nazra (coloriert) und Menschen (schwarz)

Augen: Nazra nehmen ein Farbspektrum von 400 bis 850 nm wahr, wobei die Konzentration im rötlichen Bereich liegt. Im Vergleich zum Menschen besitzen sie ein etwas breiteres Spektrum, das bis in den Infrarot-Bereich reicht.

Ohren: Nazranische Ohren hören Töne im Bereich von 10 bis 40'000 Hertz und nehmen auch sehr leise Geräusche noch deutlich wahr.

Nase und Zunge: Die Geruchsempfindung der Nazra unterscheidet 350 verschiedene Düfte. Diese Leistung liegt leicht unterhalb der eines Menschen. Die Geschmacksempfindung unterscheidet süss, salzig, sauer, bitter und metallisch, wobei die allgemeine Vorliebe bei salzig liegt.

Haut: Die nazranische Haut ist in etwa so empfindlich wie die eines Menschen. Einen Unterschied gibt es jedoch in der Wahrnehmung: Nazra empfinden Schmerzen nicht als unangenehm. So wie es für die Augen keine Rolle spielt, ob sie eine rote oder weisse Fläche betrachten, nehmen sie Schmerzen völlig distanziert wahr.

Gehirn: In grösseren Nazra-Gemeinschaften bildet sich ein unterbewusstes Netzwerk, das Set-tao, welches gegenseitige Gefühle und generelle Eindrücke unter allen Nazra vermittelt. Auf diese Weise wird ein sechster Sinn gebildet, der am besten als Vorahnung zu bezeichnen ist. Diese Vorahnungen sind entsprechend nur für soziale Angelegenheiten und auch nur innerhalb der eigenen Rasse gültig.

Stoffwechsel

Der nazranische Stoffwechsel absorbiert Kohlendioxid aus der Atmeluft auf und wandelt es in Traubenzucker und Sauerstoff um, dies ist vergleichbar mit der pflanzlichen Photosynthese. Diese Umwandlung geschieht jedoch nicht durch Photosynthese sondern mit gewöhnlicher Körperenergie. Um das nötige Wasser zu speichern verfügt der nazranische Körper über ein Organ namens Wasserdarm, welches entfernt mit der menschlichen Blase vergleichbar ist.

Als poikilotherme (wechselwarme) Säugetiere passt sich ihre Körpertemperatur der Umgebungstemperatur an. Bemerkenswert dabei ist, dass sie bei sehr kalten Temperaturen in einen Kälteschlaf verfallen und auf diese Weise mehrere Monate ohne Nahrung auskommen können. Das Herz schlägt dabei gerade noch schnell genug, um die minimalen Körperfunktionen aufrecht zu erhalten (ca. 1-2 mal pro Minute). Voraussetzung für den Kälteschlaf ist, dass vorher ausreichend Wasser und Salz aufgenommen wurden, so dass genug körpereigenes Gefrierschutzmittel hergestellt werden konnte. Dieses bewahrt das Blut vor dem Einfrieren und zieht Wasser aus den Zellen, so dass die entstehenden Eiskristalle diese nicht zerstören.

Ernährung

Nazra ernähren sich in erster Linie von Fisch, Gemüse und Getreide, in dieser Reihenfolge. Zu ihren Spezialitäten gehören nebst allen Arten von Meeresfrüchten auch besondere Backwaren. Fleisch wird nur selten gegessen (wenn, dann gedämpft) und Pilze mögen sie grundsätzlich nicht. Obwohl sie deutlich weniger würzen als wir, ist ihr Salzverbrauch bei Speisen enorm - Salz ist für ihre Gesundheit sehr wichtig. So kennen sie auch (fast) nur gesalzene Getränke, insbesondere gewöhnliches Salzwasser wird in grossen Mengen getrunken. Besonders beliebt sind auch (gesalzene) Fruchtsäfte, wie etwa aus gepressten Na'kos oder Sa'ten'as. Bier, Wein und andere alkoholische Getränke findet man hier allerdings keine, Alkohol ruft bei ihnen ernsthafte gesundheitliche Schäden hervor.

Nazra essen normalerweise in den dafür vorgesehenen öffentlichen Kantinen, wo mittags und abends für alle gekocht wird. Diese werden durch die jeweilige Stadt (oder direkt durch den Staat) betreut und bieten ihre Speisen für Jedermann kostenlos an. Nur bei besonderen Anlässen wird im eigenen Heim gekocht und gegessen, oder es wird ein kleiner Saal für den Abend gemietet.

Geschlecht und Fortpflanzung

Es gibt unter den Nazra drei Geschlechtstypen:

  • Noru: Norume (männlich) sind etwas markanter gebaut als Tayame. Sie werden 140 Jahre und 230 bis 260 cm gross.
  • Taya: Tayame (weiblich) sind schlank und haben weichere Konturen als Norume. Sie werden 145 Jahre alt und 220 bis 250 cm gross. Ihre Brüste sind deutlich ausgeprägt.
  • Etai: Etaime (neutral) sind nicht zeugungsfähig und haben daher niemals Nachkommen. Sie werden 170 Jahre alt und 240 bis 275 cm gross. Man erkennt sie an ihrem hellen Schweif, der vom Steiss ausgeht und knapp bis zum Boden fällt. Etaime machen nur einen verschwindend geringen Teil der Bevölkerung aus (weniger als 1%) und die meisten von ihnen arbeiten in der Verwaltung.
Aufgeklapptes Nazra-Ohr
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Aufgeklapptes Nazra-Ohr

Die Fortpflanzung findet bei Nazra zunächst auf physischem, dann auf telepathischem Wege statt. Die körperliche Erregung wird durch stimulierung des Ohrrückens erreicht, anschliessend wird das Erbgut des Noru auf telepathischem Wege an die Taya übermittelt und dort mit ihrem eigenen Erbgut vermischt. Dieser Prozess läuft während dem Orgasmus im Unterbewusstsein ab, kann aber willentlich von der Taya verhindert werden. Etai sind weder aktiv noch passiv zeugungsfähig, können aber auf dieselbe Weise erregt werden.

Das Geschlecht des Säuglings legt sich während der Geburtsphase fest und hängt davon ab, ob in der Umgebung mehr männliche oder weibliche Nazra anwesend sind. In einer durchschnittlichen Population entwickeln sich 57% Taya, 42% Noru und eine handvoll Etai. Die Zeugung von Nachfahren unterliegt dabei staatlicher Kontrolle, wobei generell ein Kind pro Person und Generation gestattet ist (um die Bevölkerungszahl konstant zu halten).

Besondere Fähigkeiten

Eine Nazra mit Ya
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Eine Nazra mit Ya

Nazra verfügen über eine Reihe von Fähigkeiten, bei denen es sich zusammengefasst um Telepathie, Telekinese und Teleportation handelt. Diese Fähigkeiten sind ihnen angeboren, jedoch benötigen sie für den Einsatz ein spezielles Hilfsmittel, den Ya (Mehrzahl: Yame). Dieser ca. 3m lange Holzstab ist mit Ornamenten verziert und trägt in der Spitze einen Fokuskristall von 4-8 cm Durchmesser in sich. Er wird jedem Nazra bei Erreichen des 12. Lebensjahres ausgehändigt und innerhalb einer Familie vererbt. Er dient in erster Linie dazu, die Gedanken zu bündeln, kann aber auch als Energiespeicher verwendet werden. Man kann sich den Ya am besten wie eine Brille vorstellen, ohne die man nur unscharf sehen, also die Gedanken nicht bündeln, kann.

  • Detailartikel: Ya

Bemerkenswert ist, dass die Nazra äusserst sparsam mit ihren Fähigkeiten umgehen. Vermutlich verbirgt sich hinter den beeindruckenden Aktionen ein enormer Kraftaufwand, der schnell zu (geistiger) Erschöpfung führt. Fest steht aber, dass ein Ya als Energiespeicher dienen und zur späteren Verwendung aufgeladen werden kann.

  • Telepathie: Nazra kommunizieren vornehmlich auf telepathischem Wege, auch wenn sie sich dabei direkt gegenüberstehen. Sie benötigen dazu ihren Ya und können sowohl private Dialoge wie auch Anhörungen oder Gruppengespräche führen. Desweiteren entsteht in jeder grösseren Nazra-Aglomeration ein unterbewusstes Gedankennetzwerk (Set-tao), welches massgeblich für ein reibungsloses Zusammenleben verantwortlich ist.
  • Telekinese: Mit Hilfe des Ya sind Nazra in der Lage, Materie willentlich zu beeinflussen. Wie ein Töpfer, der aus Ton eine Vase formt, können sie fast beliebig Gegenstände bewegen, verformen, auflösen, ihre Zusammensetzung oder die Temperatur verändern.
  • Teleportation: Der eigene Ya kann von jedem Nazra durch pure Willenskraft herbeigeholt werden, sofern er sich in maximal 2 km Entfernung befindet. Ein Griff in die Luft lässt den Ya dabei umgehend in der Hand seines Trägers materialisieren. Für alle anderen Arten der Teleportation wird ein Ya benötigt, die Menge und Distanz sind vom verfügbaren Energieniveau abhängig.


Weitere Merkmale

  • Nazranisches Blut ist dunkelgrün.
  • Norume sind Rechtshänder, Tayame Linkshänder und Etaime Beidhänder.


Zitate

"Die Menschen sind eine bemerkenswerte Spezies, die sich durch ständige Selbstzerstörung und rücksichtslose Ausschöpfung jeglicher Ressourcen fortwährend auf die Probe stellt und zu Spitzenleistungen antreibt. Als dynamische Überlebenskünstler sind sie auf diesen Schwung angewiesen, damit sie sich nicht an ihre Situation gewöhnen und dadurch nachlässig werden. Ihr grösstes Ziel ist der eigene Vorteil, den sie sich durch die Aufgabe des inneren Friedens erkaufen."
- Die Nazra
"Diese Welt ist ein Salzkorn auf dem Küchenboden des Lebens. Es ist unbedeutend klein und erntet keine Beachtung. Nicht einmal dann, wenn ein nasser Küchenlappen es zusammen mit dem anderen Schmutz wegwischt."
- Imo'dan-deya
"Ich mag sie nicht, diese genügsamen Waschlappen."
- Unbekannt
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